Die intrazerebrale Blutung unter Antikoagulation und systemischer Thrombolyse
医学
妇科
作者
Heike Stein,G. Fritsch,H. M. Mehdorn,H. Barth
出处
期刊:Hamostaseologie [Thieme Medical Publishers (Germany)] 日期:1996-01-01卷期号:16 (01): 68-73被引量:1
标识
DOI:10.1055/s-0038-1656641
摘要
Zusammenfassung Die Therapie mit Antikoagulanzien und Thrombolytika ist unter strenger Indikationsstellung ein bewährtes Behandlungskonzept. Die häufigste Komplikation ist die Blutung. Dabei gehören intrakranielle Blutungen zu den seltenen, jedoch aus prognostischer Sicht zu den ernsthafteren, vital bedrohlichen Komplikationen. Unter 283 Patienten mit einem spontanen intrazerebralen Hämatom fanden sich 42 Patienten (14,8%), bei denen die Blutung unter einer gerinnungshemmenden Therapie aufgetreten war. Bei 24 Patienten (8,5%) war es unter einer Phenpro-coumon-Behandlung, bei 18 Patienten (6,3%) nach einer Thrombolysetherapie zur Blutung gekommen. Risikofaktoren wie Alter über 70 Jahre (n = 15), Hyper-tonus (n = 25), Diabetes mellitus (n = 3), Medikamenteninteraktionen (n = 11), Zustand nach stattgehabter intrazerebraler Blutung (n = 3) wurden analysiert. Insgesamt 26 Patienten wurden operativ, 16 Patienten konservativ behandelt. Die zerebral bedingte Letalität betrug 42,8%, in der Marcumar®-Gruppe 41,6%, in der Thrombolyse-Gruppe 44,4%. Die Indikation zur oralen Antikoagulation sollte sorgfältig gestellt und im Laufe der Behandlung wiederholt überprüft werden, um die Behandlungsdauer auf den absolut erforderlichen Zeitraum zu beschränken. Der sorgfältigen Beachtung von Medikamenteninteraktionen, akuter interkurrenter Erkrankungen sowie der Dynamik der mit zunehmendem Alter häufig vergesellschafteten Multimorbidität kommt besondere Bedeutung zu.