Die Verarbeitung von asthetischen Objekten wird gemeinhin wertgeschatzt, obwohl sie einen hohen kognitiven Aufwand erfordert. Diese Widerspruchlichkeit wird als asthetisches Paradox bezeichnet und beispielhaft im Bereich von fiktional-literarischen Texten untersucht. Um die theoretische Struktur des Paradoxons zu elaborieren, werden Perspektiven der Literaturwissenschaft und Philosophie ebenso berucksichtigt wie solche der Kunstasthetik und Textverarbeitungspsychologie. Die empirische Prufung konzentriert sich auf die Aktualgenese der asthetischen Einstellung sowie auf den Einfluss der asthetischen Einstellung auf Textverarbeitungskriterien und die Bewertung kognitiver Belastung.